
SEHR FEINES BAUCHGEFLÜSTER
Kinderstück. Theater für die Kleinsten. Das Toihaus zeigt das Stück „Bauchgeflüster“ für Kinder ab eineinhalb Jahren. Es geht um Mutter und Kind.
EVA PITTERTSCHATSCHER SALZBURG (SN). In einem schwarz verkleideten Raum sitzen Erwachsene und Kleinkinder auf Polstern und Sesseln. Kinderaugen blicken gespannt auf die drei Personen auf der ebenerdigen Bühne, die mit einem grünen Stoffschlauch begrenzt ist.
„Bauchgeflüster“ heißt das Stück für Kleinkinder und Erwachsene, das zurzeit im Toihaus aufgeführt wird. Murmelnd, tanzend und flüsternd erzählen zwei Frauen (Katharina Schrott und Pascale Staudenbauer) von der Beziehung zwischen Mutter und Kind vor der Geburt.
Der Titel des Stücks verrät bereits viel: „Es geht um die Kommunikation, die indirekte Beziehung der Mutter zum Kind im Bauch, es ist ein Flüstern und etwas sehr Feines“, erzählt Pascale Staudenbauer. „Wir arbeiten mit zwei abstrakten Begriffen – Geburt und Tanz“, erläutert Katharina Schrott, „die Assoziationsebene ist breit , doch obwohl wir nicht viel Text sprechen, ist es für uns sehr konkret.“
Begleitet werden die Akteurinnen von einem Cellisten (Herbert Pascher), der am Ende eine Filzblume geschenkt bekommt. Blumenblätter, Tücher, Bänder und Kleider in grün, pink und rot sind die Requisiten des Stücks. Kostüm und Bühne wurden erstmals von Sigrid Wurzinger gestaltet.
Der Ursprung und die Idee zu „Bauchgeflüster“ reicht etwa zwei Jahre zurück. Auf dem Bologna-Festival entwickelte die damals schwangere Katharina Schrott gemeinsam mit Herbert Pascher die Idee zum Kinderstück. „Wir hatten im Zuge des Festivals Gelegenheit, auszuprobieren“, erzählt Schrott. „Theater für Kleinkinder ist Neuland, die Kinder sind fasziniert und auch für die Künstlerinnen ist es spannend“, sagt die Kulturvermittlerin des Toihaus, Helga Gruber zur Inszenierung.
Und wie lässt sich die Aufmerksamkeit des ganz jungen Publikums über längere Zeit gewinnen? „Man weiß die Reaktion der Kinder nie ganz sicher“, erzählt Herbert Pascher. „Sind sie unruhig, kürzen wir nicht die Länge des Stücks, sondern steigern die Intensität“, sagt er schmunzelnd. „Man lernt als Schauspieler Einfluss auf sein Publikum zu nehmen“, ergänzt Katharina Schrott. Und das Handwerk sitzt: „Fantastisch, wie mit so wenigen Mitteln die Kinder bei der Stange gehalten werden“, sagt die Mutter und Zuseherin Susanne Aigner beeindruckt.