Gastperformance am Toihaus Theater

Tanz.Performance
Dancer of the Future
Regime des Posierens, des Sich-Zeigens.

Schwarz-Weiß-Fotografien, die eine posierende Isadora Duncan (US-amerikanische Vorreiterin des modernen Ausdruckstanzes) zeigen, bilden den Ausgangspunkt für diese Reihe von Körper-Exposés. Anstatt den natürlich-harmonischen Bewegungsfluss zu rekonstruieren, den Duncan in ihrem Manifest „The Dance of the Future“ beschreibt, werden die einzelnen Bild-Fragmente auf ihr queeres Potential hin untersucht.

In poröse Oberflächen verwandelt, schimmern nun mehr als 2000 Jahre westlicher Darstellungstradition des weiblichen Körpers durch sie hindurch.
Vom Geschlecht entkoppelt, werden von den Bildern entnommene Mimik und Posen als erlernbarer und noch immer in Körper eingeschriebener Kodex dechiffriert.

Konzept, Choreographie: Mirjam Sögner; Performance: Mirjam Sögner, Luan de Lima da Silva; Musik: Barney Khan; Licht: Sandra Blatterer; Kostüme: Mirjam Sögner; Fotos: Martin Schwarz; Technik: Alexander Breitner, Robert Schmidjell

Gefördert von Stadt Salzburg, Land Salzburg und dem Österreichischen Bundeskanzleramt. Möglich gemacht durch die freundliche Unterstützung von Toihaus Salzburg, tanz_house Salzburg, SZENE Salzburg, D.ID Choreographisches Zentrum Burgenland, Tanzfabrik Berlin und Theaterhaus Berlin Mitte. Der erste Teil der Projektentwicklung wurde mit Hilfe des  Tanzstipendiums des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten realisiert und von den Sophiensälen Berlin koproduziert. Besonderer Dank gilt Gerard Reyes, Maja Zimmermann,  Anna Mülter, Tanzarchiv Leipzig, Helene Weinzierl, Jacopo Lanteri, Gabi Beyer…

Vorstellungen am Toihaus Theater:
FR 3.2.17
SA 4.2.17 – 20.02

TICKET

 

Mehr zur Person:
Angela Isadora Duncan (* 27. Mai 1877 in San Francisco, USA; † 14. September 1927 in Nizza, Frankreich) war eine US-amerikanische Tänzerin und Choreografin. Duncan war die Wegbereiterin des modernen, sinfonischen Ausdruckstanzes, entwickelte ein neues Körper- und Bewegungsempfinden, das sich am griechischen Schönheitsideal orientierte, und setzte als erste klassische Konzertmusik tänzerisch um. Als Gegnerin des klassischen Balletts, feierte sie den natürlichen und freien (Frauen-)Körper und entnahm ihre Inspiration dem beständigen Bewegungsfluss der Elemente und Naturgewalten.

::: Trailer zur Performance