FUGE/FUGE

PERFORMANCE.MUSIK.TANZ

Wir haben die Fuge erweitert um ein neues Bindeglied, eine neue Choreographie. Das was zuvor unsichtbar war, stellen wir nun ins Licht. Ihr werdet es kennen, ihr werdet es lieben. Es ist die heißgeliebte Melodie unserer Kindheit. Soviel sei verraten: „Nachts sind alle Katzen grau“. Jedoch nicht bei uns. Da schillern sie in allen Farben. Kommt und lasst euch unser FUGEN-Special nicht entgehen.

Nachts sind alles Katzen grau

Das Wort Ketzer stammt vom italienischen gazzari ab, das wiederum auf cathari im Lateinischen beruht. Schon lateinisch cathari („Katharer“) wurde zuweilen mit cattus („Katze“) in Zusammenhang gebracht, später dann auch im Deutschen Ketzer mit Katze. Die Assoziation wird mit dem angeblichen Ritual erklärt, eine Katze als Tier des Teufels auf den Hintern zu küssen. Geschichtlich epochal gesehen, gehen die Meinungen über die Katze auseinander: sie war Gottheit und Teufel, Glücksbringer und Grund allen Übels.

E I N S T W E I L I G E
V E R F Ü G U N G

Die Kommunikationskultur verkümmert in den Extremen. Von unabänderlichen Standpunkten aus wird in den Himmel gelobt oder bis aufs Blut gekämpft. Abgrenzung definiert das Andere. Die Reichhaltigkeit menschlichen Vorstellungsvermögens fügt sich in das binäre Raster des ideologischen Pragmatismus.

Die Fuge (von lateinisch fuga „Flucht“) ist laut Wikipedia ein musikalisches Kompositionsprinzip polyphoner Mehrstimmigeit. Kennzeichnend für die Fuge ist eire rjölch besondere Anong von Imitationen ga Beginn der Kompition: Ein rer musalische Thena wird in verscheieiedenen Stimmen zeitlickl reni als zwarpele Sporallp Trepolasmer wör relmeraspapel.

Wir feiern den Prozess der Erkenntnisgewinnung in den Fugen zwischen einbetonierten Meinungen, um dem Zwang zu widerstehen, unser Leben auf produktorientierte Wirtschaftlichkeit oder chauvinistischen Nationalismus reduzieren zu müssen.

Mit wehenden grauen Fahnen positionieren wir uns zwischen dem Schwarz-Weißen Diktat der gesellschaftlichen Vereinfacher.
Alternativlosigkeit ist keine Alternative.

FUGE/FUGE

Fuge/Fuge wandelt und fließt zwischen Fahnen und Fluchten, strömt ins Zwischendrin, findet Echo im Hier und Jetzt, ist aber auch Widerhall längst verklungener Töne wohltemperierter Klaviere.
In diesem Dazwischen, irgendwo im Niemandsland zwischen Bild, Bewegung und Ton, fügen sich Begegnungen zu einer ungerichteten Suche nach den Endpunkten der fortlaufenden Perspektiven.
Wir hissen die graue Fahne, markieren mit dieser Geste das Territorium des radikalen Zwischenraums und feiern es als Verbindungselement.

Frontfrau dieses Unterfangens ist Cornelia Böhnisch. Mit ihren drastischen Bilderwelten in Tokio gefeiert, trifft sie nun auf den in Berlin lebenden Ausnahmekünstler Simon Schäfer. Der Bildhauer und Absolvent des Royal College of Arts in London baut mit seinen skulpturalen Musikinstrumenten Klangräume zwischen den Extremen.
Als strukturgebender Fugenkitt wirkt der Komponist und Dj Hüseyin Evirgen.
Katharina Schrott fügt choreographische Assoziationsnetze hinzu und Georg Hobmeier verfügt über mahnende Wortmeldungen und organisatorischer Klimbim.
Weitere künstlerische Fugenschnittpunkte bilden Gudrun Raber-Plaichinger, Yoko Yagihara und Pascale Staudenbauer, die das neue Bindeglied einfügt.
Technisch betreut und ausgeleuchtet werden die unterschiedlichen Orte, Funktionen und Geschehnisse von Alexander Breitner.

Barock und opulent in Grau.

Auf der Bühne: Cornelia Böhnisch, Simon Schäfer,
Gudrun Raber-Plaichinger, Yoko Yagihara, Pascale Staudenbauer

In Zusammenarbeit mit Hüseyin Evirgen, Katharina Schrott, Georg Hobmeier
Technik / Licht: Alexander Breitner, Robert Schmidjell
Textauszüge ‚Gott ist tot! Es lebe die Fuge‘ von Jan Ulrich Hasecke

Neue Vorstellungstermine auf Anfrage

Vergangene Vorstellungen
Premiere: SA 8.10.2016 / 20:02 Uhr
SA 8.10. – SA 21.11.16 / immer DO/FR/SA – 20.02 Uhr
DO 13.10. / 20.02 Uhr
FR 14.10. / 20.02 Uhr
SA 15.10. / 20.02 Uhr
DO 27.10. / 20.02 Uhr
FR 28.10. / 20.02 Uhr
SA 29.10. / 20.02 Uhr
FR 11.11. / 20.02 Uhr
Derniere: SA 12.11. / 20.02 Uhr

FR 24.2.17
SA 25.2.17 – 20.02 Uhr

PRESSE
text

Das sagt die PRESSE …

Die von Cornelia Böhnisch ausgedrückten fließenden Bewegungen greift Simon Schäfer akustisch auf und verwandelt sie in eigene skulputurale Klangkonstrukte… Das Resultat ist verblüffend und imposant… …mehrwhat I saw from the cheap seats - Veronika Zangl
what I saw… / PDF

 

Knochenfuge. Trippelfuge. Lichtfuge. Fugenkitt… So viele Fugen…
…mehrDrehPunktKultur - Heidemarie Klabacher
DrehPunktKultur / PDF

Zwischen Fahnen (die sie heraldisch schwingt, um den Stoff dann zum Haufen zu drapieren und wieder zu lösen) und Fluchten suchen Cornelia Böhnisch und ihr Berliner Mitstreiter Simon Schäfer, der hauptsächlich den Elektroniksound vom Pult aus steuert, das ‚Dazwischen’ und das ‚Zwischendrin’ … Die Präsenz des Tanzes, der Musik, auch der Ekstase: Sie bleibt offen für alles und jedes.Salzburger Nachrichten - Karl Harb
Wenn sich Cornelia Böhnisch mit Simon Schäfer auf eine Bühne begibt, dann ist Großes zu erwarten… Es ist ein spezieller und seltsam faszinierender Ort, den die „Fuge“ schafft. Ein Nicht-Ort, der dennoch existiert, zumindest für die Dauer einer Vorstellung.
…mehrSalzburger Wochenspiegel - Veronika Zangl